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Servette kommt mit einer frustrierenden Niederlage aus Sankt-Gallen zurück. Die Genfer hätten mehr verdient.


Ein fast volles Stadion, Aktionen auf beiden Seiten, gelbe Karten, eine rote Karte. Die Begegnung zwischen der besten Offensive und der besten Abwehr der Super League erfüllte im kybunpark alle Erwartungen. Es waren tatsächlich zwei der besten Schweizer Mannschaften am Werk.

Letztendlich ergatterten realistischere Sankt-Galler die drei Punkte. Die Grenat brauchen sich allerdings für diese Niederlage nicht zu verstecken. Während des ganzen Spiels hielten sie dem Sankt-Galler Pressing stand und erarbeiteten sich dicke Möglichkeiten. Leider trafen die Geiger-Spieler auf einen herausragenden gegnerischen Torhüter und waren zu ungenau im Abschluss.

Die erste Halbzeit war hochintensiv und beste Werbung für den Schweizer Fussball. Die Zuschauer sahen ein unterhaltsames Spiel, wo eine Torchance auf die nächste folgte. Schon in der 6. Minute zeigten sich die Sankt-Galler gefährlich. Doch Frick, der sich von seiner gegen Thun erlittenen Verletzung erholt hatte, rettete seine Mannschaft. Weniger als fünfzehn Minuten später lief es den Ostschweizer Zuschauern das erste Mal kalt den Rücken hinunter. Tasar setzte Stevanovic in Szene, der allein auf Zigi zulief. Im Duell behielt aber der gegnerische Torhüter die Oberhand. Auch Kone hätte die Genfer drei Minuten später in Führung schiessen können, allerdings traf der Ivorer den Ball nicht richtig und sein Schuss endete neben dem Tor. In der 25. Minute war Frick geschlagen, doch der Kopfball von Görtler ging an den Pfosten. Das Tempo war beachtlich und beide Mannschaften warfen ihre ganze Energie ins Spiel hinein. Quintilla traf ebenso den Pfosten, bevor Park seine Mitspieler aufgrund einer Verletzung verlassen musste. In Unterzahl waren die Grenat unorganisiert und liessen sich auf der linken Seite überraschen. Itten nutzte die Situation aus und lief in den Strafraum hinein. Sein Schuss ging an den Pfosten…und dann ins Netz. 1-0, Halbzeitstand.      

Die zweite Halbzeit ging so weiter, wie die erste endete. Beide Mannschaften suchten schnell und unaufhörlich den Weg nach vorne. Mit Kone, Iapichino und Kyei hatte Servette gute Ausgleichmöglichkeiten, die jedoch ausgelassen wurden. Die letzten Minuten der Begegnung waren angespannt. Die Zweikämpfe wurden härter geführt und der Schiedsrichter verteilte eine gelbe Karte nach der anderen. Ruiz trat gegen Sauthier nach und wurde nach dieser Tätlichkeit des Platzes verwiesen. Die Grenat konnten die zehnminütige Überzahl nicht ausnutzen und mussten sich nach einer ihrer besten Leistungen dieser Saison geschlagen geben.    

«Von solchen Niederlagen müssen wir lernen und etwas für die restlichen Spiele mitnehmen», sagte der Genfer Trainer an der Pressekonferenz nach der Partie. Auch wenn er die verpassten Torchancen bedauerte, wollte Alain Geiger «den Mut und die Hingabe» seiner Mannschaft hervorheben. Mit diesem Willen, ständig nach vorne zu gehen, und mit dieser Spiellust werden die Servettiens sicherlich noch weitere Spiele in der Super League 2019/2020 gewinnen.    

Nach einem freien Tag trainieren die Spieler am Dienstag wieder, um das Sonntagsspiel gegen Zürich vorzubereiten.

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